Leserbrief zum Artikel „Grün-Schwarz und der Zauber des Waldes“ vom 9.4.2021 im Südkurier

Wald ist heilig, wenn Braunkohle darunter liegt. Für Windräder kann er weg. 1000 Räder im Staatswald, auf die sich Grüne und CDU mal schnell verständigt haben, bedeuten mindestens 1000 ha Waldverlust, fünf mal soviel wie im Hambacher Forst. Der neue Windatlas sieht sogar Potential für 20.000 Windräder in BW, was als strategisches Ziel bereits von der bisherigen Landesregierung ausgegeben wurde. Die meisten Flächen liegen im Wald, aus dem würde Schweizer Käse. Der durchschnittliche Abstand zwischen Windrädern würde 1 km betragen. Windräder speichern aber kein CO2 wie der Wald. Sie vermeiden auch keins, da der überwiegende Betriebszustand in BW der Stillstand ist und für diese Zeiten leider als Reserve die Braunkohlemeiler uns mit Strom versorgen müssen. Die laufen ständig im Standby und produzieren weiter CO2 wie bisher, auch mit Phantomstrom wenn der Wind mal weht. Der Windstrom ist also nicht grün, sondern braun. Ferien im eigenen Land zu verbringen würde unzumutbar und Flugscham wird wieder abgeschafft.


Ulrich Bielefeld

Dipl.Ing., Landschaftsarchitekt

88662 Überlingen

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